Offene Fragen

Badebetrieb

  1. Zaun zur Neherstraße
    Angesichts der Haushaltslage der Stadt sollten überall Sparmöglichkeiten ergriffen werden, zumindest wenn sie ohne Nachteile bleiben könnten. Deshalb wäre zu überlegen, die Erneuerung des Zaunes an der Neherstraße zu streichen und es bei dem alten Zaun aus Stahlblech zu belassen, der den Badegästen ja auch Sichtschutz gibt.
  2. Hecken im Vollschatten geschützter Großbäume
    Auf der Südgrenze wurde bereits ein Gitterzaun gebaut. Um dennoch einen Sichtschutz zu schaffen, wurde eine Buchenhecke gepflanzt. Ein Teil dieser Hecke steht unter dem dichten Laubdach von Großbäumen. Es wäre darauf zu achten, daß nun nicht etwa die wenigen noch verbliebenen Bäume auch noch gefällt werden, um der Hecke Licht zu verschaffen. Vielmehr könnte daran gedacht werden, den Zaun mit Efeu zu beranken.
  3. Solarenergie
    Nach einem vom Sportamt eingeholten Gutachten Dipl-Ing. Kannewischer aus dem Jahr 1993 oder 1994 kann der Warmwasserbedarf des Freibads zum größten Teil durch Sonnenkollektoren gedeckt werden. Von der Möglichkeit, solche auf den Dächern zu errichten wurde kein Gebrauch gemacht. Die Stadt zahlt Bürgern für Umweltmaßnahmen erhebliche Zuschüsse Da ist nicht nachzuvollziehen, daß sie im eigenen Bereich nichts unternimmt.
  4. Schwimmbeckenabdeckung
    Die Stadtwerke verzichten auf eine nächtliche Abdeckung der Wasserflächen. Welche Erwägungen waren dafür maßgebend ?
  5. Spieltrieb des Personals
    Der Bedarf auf über die Liegefläche verteilte Wertstofftonnen verschiedenster Fraktionen ist mustergültig erfüllt. Es finden sich vermutlich mehr Tonnen als Bäume.
    Die Leerung der Tonnen erfordert offensichtlich schon ein Tätigwerden des Personals vor Betriebsschluß, sodaß für geboten erachtet wird, den dafür vorhandenen Handwagen mit einem Rasentraktor zwischen den liegenden Badegästen hindurch von Tonnenstandort zu Tonnenstandort über das Gelände zu ziehen. Es wäre zu überprüfen, ob möglich ist, den Handwagen per Hand zu bewegen oder ob die eher der Spielfreude dienende motorisierte Wertstoffabfuhr nach Betriebsschluß vorgenommen werden kann.
  6. Berufstätige nicht ausschließen
    Das Prinzregentenstadion ist eine Freizeiteinrichtung. Das könnte bedeuten, daß es während der Freizeit der Bürger offen hält. Für die Wochenenden trifft das zu, nicht aber für die Werktage. Das Schwimmbad öffnet um 9.00 Uhr und schließt um 18.00 h. Nur bei schönem Wetter ist das Bad länger offen.
  7. Wirtschaftlichkeit der Schließung bei ungünstiger Witterung
    Bei schlechtem Wetter ist das Bad ganz geschlossen. Wie die Wetterlage zu beurteilen ist, bestimmen die Stadtwerke. Bei nicht eindeutiger Wetterlage (= der Normalzustand) werden potentielle Besucher also gut daran tun, erst einmal anzurufen. Da das vielen zu umständlich ist, werden sie gleich etwas anderes unternehmen. Die Besucherzahlen werden daher sinken.
    Zu prüfen wäre, welche Einsparungen durch die Schließung erzielt werden können. Die fest angestellten Mitarbeiter müssen ja weitergezahlt werden. Im Hinblick auf die enormen Fixkosten wäre vielmehr zu prüfen, ob das Bad nicht durchgehend von 7.00 h bis 20.00 h und an schönen Tagen bis 22.00 h offen zu halten.
    Für die besuchsschwachen Zeiten sollten über eine öffentliche Ausschreibung Bürger gewonnen werden, die nach entsprechender Einarbeitung ehrenamtlich für die Sicherheit der Badegäste sorge! könnten. Uns erschiene sogar denkbar, die Badegäste auf eigenes Risiko ohne Aufsicht schwimmen zu lassen, wie das bei allen Seen und Flüssen selbstverständlich ist.
  8. Überdimensionierte Ladenfläche
    Man muß sich fragen, ob für die überdimensionierte Ladenfläche des Sportshops im Stadiongebäude eine angemessene Miete zu erzielen ist oder ob die Fläche zum Billig-Jakob-Preis vermietet werden muß, um überhaupt jemand zu finden, der dort ein auf die Besucher des Prinzregentenstadions orientiertes Geschäft führen will. In diesem Fall sollte erwogen werden, die Fläche in zwei Läden aufzuteilen.Im Zug von Umbauten sollte auch geprüft werden, ob die weit überdimensionierte Kassenhalle zugunsten einer Ladenfläche verkleinert werden kann.
  9. Lagerhausrampe
    Die Rampe an der Strassenseite macht das Gebäude optisch zu einem Lagerhaus. Ist wenigstens erwogen, die Wand zu begrünen?
  10. Steinwüste
    Die Fläche zwischen Eisbahn und Wasserbecken war vor der Zerstörung des alten Prinze im wesentlichen eine Liegewiese. Jetzt ist sie völlig geplastert. Ferner wurden fünf etwa 10 Meter hohe Fichten gefällt. Da sich auch noch die Eisbahn im Sommer als Betonfläche präsentiert wäre zu überlegen, ob an Stelle des Plattenbelags nicht wieder eine Wiese anzulegen ist.
    Als grobschlächtig erscheinen die Schotterflächen zwischen den Wiesenflächen und versiegelten Flächen, die vermutlich einer Morastbildung vorbeugen sollen. Eine solche ist aber bei den wenigen Badetagen nicht zu erwarten. Hier wurde unnötig das ohnehin schon knappe Grün noch zusätzlich geschmälert. Beim alten Prinze waren diese Grenzflächen gut mit Gras bewachsen.
    Der Bereich um die Eisbahn herum ist grob alphaltiert. Um von der Garderobe zum Wasser zu kommen, muß über dieen Asphalt gelaufen werden. Wenn dort gepflastert worden wäre anstatt auf dem Bereich zwischen Wasser und Eisbahn, wäre man dem Anspruch eines komfortablen Freibads näher gekommen.

Eisbetrieb

  1. Kontaktmöglichkeit zum Stadionpersonal
    Die Kanzel des Eismeisters ist sehr hoch gelegen undvon der Eisbahn entfernt. Die Eismeister können z.B. akustisch nicht erreicht werden. Der Fußweg ist weit umständlich. Zweckmäßig wäre eine Gegensprechanlage, über die die Eismeister von der Eisfläche aus erreicht werden können.
  2. Beschallung der Umgebung
    Die Lautsprecher sind so ungünstig in großer Höhe angebracht, daß sich die Anwohner belästigt fühlen müssen. Deshalb sollte der Vorschlag aufgegriffen werden, wie z.B. in Salzburg, die Lautsrpecher in die Bande einzubauen, sodaß der Schall nur dort auftritt, wohin er gehört.
  3. Nutzung der Abwärme
    Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen sollte geklärt werden, ob, wie und in welchem Umfang die bei der Kühlung der Eisfläche entstehende Abwärme genutzt wird und werden könnte.
  4. Saisonkarte
    Seit Jahrzehnten gibt es für den Eislauf eine nicht gerade billige Saisonkarte, die das wetterbedingte Risiko mit den Besuchern teilt. Ähnlich wie beim Skipass galt sie für alle Freieisstadien. Erstmals im letzten Winter galt sie für das Prinzregentenstadion nicht. In jedem Skiort kann man mit ein und demselben Skipass mit allen Liften fahren, gleich wer der jeweilige Betreiber ist. Warum ist das bei Eisbahnen, die alle diekt oder indirekt im Eigentum der Stadt stehen, nicht ermöglicht werden?
  5. Rundumverglasung der Eisbahn ähnlich einem modernen Raubtiergehege
    Es wurde eine perfekte Eishockeyanlage installiert, obwohl bishe von entsprechenden Spielen nicht zu hören war, schon gar nicht von hochrangigen Spielen, für die derartige Perfektion notwenig wäre. Neben der damit verbundenen Verschwendung von Steuermittel ist das nachteilig für die sonstige Nutzung. Insbesondere die Rundumverglasung hindert den Kontakt zwischen Zuschauern (Eltern, Großeltern, Eislaufinteressierten etc) und Eisläufern. Die Verglasung beeinträchtigt auch die Sicht vom Restaurant aus, besonders dann, wenn die Scheiben beschlagen sind. Die Gläser sind auf der Bande so ungünstig eingesetzt, daß sich unsichere Eisläufer nicht einmal richtig festhalten können. Es bedarf näherer Erklärung, warum Netze für den Schutz von Zuschauern vor dem Puck nicht ausreichen.
  6. "Sperrsitze" zugänglich machen
    An beiden Längsseiten der Eisbahn sind jeweils Boxen für Ersatzspieler und andere Belange des Eishockeys angebracht. Insbesondere die bei den Boxen an der Sudseite der Eisbahn mit ca. drei Reihen Bänke wäre ein idealer Rastplatz für die Eisläufer und Sitzplatz für Begleiter, von wo aus nicht einmal Glasscheiben die Sicht auf die Eisbahn beeinträchtigen. Aus unbekannten Gründen waren diese Boxen versperrt. Reine Willkür oder doch begründbar?
  7. Eis taut auf
    Die als hochmodern gepriesene Eistechnik ermöglicht nicht, auch bei Sonnenschein eine sichere Eisfläche zu gewährleisten. Obwohl es diesen Winter keine extrem waremn Tage gegeben hat, taute das Eis entlang des nördlichen Randes bei Sonnenschien auf, sodaß ein Streifen gesperrt werden mußte. Die Frage dürfte erlaubt sein, ob eine für die Stadt kostenfreie Nachbesserung gesichert ist.
  8. Unterstand für die Eisläufer bei Regenschauern
    In unseren Breiten regnet es im Winter nicht selten. Dauerregen ist trotzdem selten, sodaß sich auch bei Regen nicht wenige aufs Eis wagen. Da wäre eine Wohltat, wenn für kurze Regenschauer ein trockener Unterstand im Freien zur Verfügung stehen würde. Der wäre auch im Übermaß vorhanden, aber leider auf der Ebene der Eingangshalle, zu der man nur über die Treppe aus Sichtbeton oder über die mit edlen Holzrosten belegte Tribüne gelangen kann.
  9. Garderobe zu warm
    Die Temperatur in den Garderoben hatte diesen Winter Hallenbadqualität. In einer Eislaufgarderobe laufen die Besucher nicht nackt und naß herum. Sie sind für den Aufenthalt im Freien gekleidet. Eine Temperatur von weniger als 15 C genügt.
  10. Tiefgarage
    Ein Geheimnis ist, wie die für viel Geld gebaute Tiefgarage genutzt wird. Gehört zu den Pflichten eines öffentlichen Arbeitgebers, trotz bester Anbindung an den ÖPNV Personal Parkplätze zur Verfügung zu stellen, die pro Platz mindestens 30.000 Euro Herstellungskosten verursacht haben dürften?
  11. Personalstärke
    Neben dem Saunapersonal scheinen für die Eisbahn nach wie vor drei mal drei Eismeister beschäftigt zu werden. Im Hinblick auf den Sparzwang und den eklatanten Personalmangel in anderen städtischen Bereichen sollte verglichen werden, wieviele Mitarbeiter mit welcher Wochenstundenzahl Eisstadien außerhalb Münchens beschäftigen.
  12. Kostenausgleich durch die Stadt Die Ubertragung der Betriebsführung auf die von der Idee her privatwirtschaftlich geführten Stadtwerke hat den Schönheitsfehler, daß sich die Stadt verpflichtet hat, entstehende Defizite bei den Betriebskosten ohne Begrenzung nach oben auszugleichen. Damit muß der erhoffte Effekt ausbleiben. Eine Nachbesserung wäre dringend geboten.


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